Michael..

Mein Name ist Michael und ich bin im Jahr 1985 geboren. Meine ersten Beschwerden mit Morbus Bechterew hatte ich im Alter von ca. 21 Jahren, nach langer schmerzhafter Suche kam im Juli 2009 die endgültige Diagnose Morbus Bechterew!
Einen ersten Bericht über die London AS Diät habe ich kurz danach gelesen aber zunächst stark angezweifelt. Erst als ich in einer schubfreien Phase bei einer Fast Food Kette gegessen habe und in der darauf folgenden Nacht mit starken Schmerzen aufgewacht bin, habe ich mich erneut mit der London AS Diät auseinander gesetzt.
Im September 2009 habe ich mit der Diät begonnen, bereits nach einer Woche habe ich erhebliche Besserung verspürt. Nach vier Wochen war ich erstmals seit langem schmerzfrei.

Unter Zwischenberichte können Sie meine Erfahrung seitdem verfolgen.

Zwischenberichte »

Zwischenbericht vom 07.03.2010:Nach 5 Monaten London AS Diät ein erstes Fazit. Als erstes sollte gesagt sein das die Diät weiterhin bestens funktioniert, zum anderen aber das es schwieriger ist als am Anfang gedacht, Stärke aus seinem Ernährungsplan vollständig zu streichen.
Was ich damit genau meine ist, es bis jetzt manchmal so gewesen, dass ich mich meiner Meinung nach Stärkefrei ernährt habe aber trotzdem Schmerzen hatte. Diese waren allerdings im Vergleich zu vor der Diät erträglich, und ich musste auch nur selten Schmerzmittel einsetzen.Es kam allerdings immer heraus, dass ich Stärke gegessen habe. Der ,,Durchbruch“ kam erst als ich meine Lebensmittel mit Jod auf Stärke getestet habe, wie dies funktioniert erfahren Sie im Bereich Food Guide. Ich rate jedem der die Diät beginnen möchte, von Anfang an die Lebensmittel mit Jod zu testen.Ich kann nach 5 Monaten die Diät uneingeschränkt weiterempfehlen. Solange mir keine Fehler in der Ernährung passieren, bin ich Schmerzfrei. Medikamente habe ich seit Beginn der Diät fast keine mehr genommen. Ich bin wieder genauso belastbar wie vor meiner Erkrankung und fühle mich in keinster Weise eingeschränkt. Auch meine Blutwerte haben sich verbessert. Entzündungszeichen sind im Blut nicht zu erkennen. Der IgA Wert der bei dieser Theorie eine entscheidende Rolle spielt ist von 342 mg/dl auf 281 mg/dl gesunken. Leber und Nierenwerte haben sich ebenso verbessert.

Ich werde weiterhin danach leben, und hier meinen weiteren Verlauf niederschreiben.

Zwischenbericht vom 14.10.10:

Ein Jahr habe ich mich nun nach der London AS Diät ernährt, und ich kann weiterhin ein positives Fazit ziehen.
Zur Zeit des ersten Fazits nach 5 Monaten gab es ja noch ein paar Probleme.
Diesen Problemen konnte ich aber weiter nachgehen, und konnte die Diät dementsprechend für mich anpassen!
Mein Problem war Laktose. Ich habe mein leben lang Milchprodukte gegessen und hatte, so schien es mir, keine Probleme damit. Wie ich dann gelesen habe das Klebsiella Bakterien Laktose als sekundäre Nahrungsquelle nutzen können habe ich den Verzehr von Milchprodukten auf Probe eingestellt. Mit Erfolg.
Zum einen merkte ich eine deutliche Verbesserung der Verdauung, und zum anderen haben die Probleme mit dem Bechterew die noch zeitweise durchkamen deutlich nachgelassen bzw. sind garnicht mehr aufgetreten.

Ich bin nun seit einigen Monaten vollkommen beschwerdefrei und weiß nicht mehr, wann ich meine letzte Schmerztablette genommen habe.
Mit der Laktose habe ich ca. im sechsten Monat gemerkt und demnach experimentiert. Warum Laktose ein Problem sein kann wird ausführlich in der Broschüre „Gesundheitsfördernde Ernährungsweise für HLA-B27 Positive“ beschrieben.
Käse macht mir übrigens keine Probleme weil dieser fast laktosefrei ist! Ansonsten bin ich auf laktosefreie Milch umgestiegen, also weiter eingeschränkt habe ich mich nicht, eher im Gegenteil.

Habe ich die ersten Monate noch gedacht, dass die letzten Probleme in leicht stärkehaltigen Gemüsesorten wie Blumenkohl oder Rosenkohl ihren Ursprung finden, waren diese aber tatsächlich auf die Laktose zurück zuführen. Ich konnte also viele Dinge wieder auf den Speiseplan setzen die ich vorher gestrichen habe!

Ich kann zumindest momentan auch sagen, dass ich seitdem geringe Stärkeanteile gut vertrage. Ich halte mich natürlich weiterhin sehr streng an die Diät, habe aber nun schon mehrfach auf Feiern etc. stärkehaltiges Essen gegessen, dies passiert aber nicht allzu oft. Von Brot und anderen Backwaren halte ich mich aber weiterhin fern.

Aus heutiger Sicht würde ich behaupten, ich habe die Diät für mich perfekt angepasst. Es hat tatsächlich ein Jahr gedauert bis ich es geschafft habe, es hat sich aber gelohnt. Ich lebe seit Monaten vollkommen beschwerdefrei, und hoffe dieser Zustand hält jetzt dauerhaft an und ich kann in ein paar Monaten dasselbe berichten.

Zwischenbericht vom 14.04.11:

Es sind mal wieder ein paar Monate vergangen wo ich nicht viel geschrieben habe. Eigentlich hat das nur einen Grund, mir geht es sehr gut. Diese Unbeschwertheit bringt allerdings immer eine gewisse Fahrlässigkeit mit sich. So war die letzte Weihnachtszeit für mich besonders problematisch.
Ich hatte mich dort einfach nicht mehr im Griff, das hat sich direkt im neuem Jahr bemerkbar gemacht.
Ab dem 01.01.11 habe ich mich wieder sehr streng an die Diät gehalten, bis ich wieder auf dem Stand vom November 2010 war, hat es allerdings bis Februar gedauert.

Die Erkenntnis, dass man die Ursache dieser Krankheit kennt und aus eigener Kraft bekämpfen kann, erleichtert diese Phasen unbeschreiblich.
Selbst wenn ich wie oben beschrieben mal völlig vom Kurs abkomme und tatsächlich Schmerzen bekomme, weiß ich in dem Augenblick aber immer woher diese kommen, und das diese definitiv wieder vorüber gehen und nicht wieder kommen, wenn ich mich nur streng genug an die Diät halte.

Meinen Ernährungsplan habe ich seit dem letzten Eintrag nicht gravierend geändert, dieser ist für mich perfekt angepasst, ich muss ihn nur einhalten ;-).

Seit einem Jahr und sieben Monaten habe ich übrigens keine ärztliche Hilfe mehr benötigt, die letzte 50´er Packung Schmerzmittel die ich vor der Diät bekommen habe neigt sich zwar langsam dem Ende zu, aber ich denke mit einem Schnitt von 2,5 Tabletten pro Monat stehe ich sehr gut da. Diese wurden aber auch wirklich nur Phasenweise genommen, ich habe auch schon monatelang gar keine genommen, was hoffentlich so bleiben wird. In ein paar Monaten wissen wir mehr :-).

Zwischenbericht vom 07.03.13:

Mein letzter Bericht liegt inzwischen fast zwei Jahre zurück, es ist mir schon fast etwas peinlich.
Dieser Bericht wird hoffentlich demnächst noch erweitert, bis dahin möchte ich mich kurz halten.
Mir ist geht weiterhin sehr gut und ich bin weder auf ärtztliche Hilfe, noch auf eine Dauermedikation angewiesen.
Ein sehr großes Erfolgserlebnis hatte ich im August 2012, ich habe mich endlich wieder in einem Fitnessstudio angemeldet. Das Krafttraining war vor meiner Diagnose eine sehr große Leidenschaft, diesen Sport musste ich dann leider einstellen.
Mittlerweile gehe ich vier Mal die Woche zum Sport und konnte nach einigen Monaten Training mein altes Niveau wieder erreichen, was für ein Erfolg!

Zwischenbericht vom 15.08.2015

Wie es scheint schaffe ich es nur noch alle zwei Jahre etwas zu schreiben :-).
Ich lebe nach wie vor nach der stärkefreien Ernährung und bin die meiste Zeit beschwerdefrei. Ich habe sehr viel dazu gelernt und kann vieles heute besser abschätzen.
Ich kann hin und wieder auch mal eine Pizza essen, ohne gleich in einen Schub zu verfallen. Dieses ist darauf zurückzuführen, das mir im Alltag weniger Fehler unterlaufen als noch vor einigen Jahren.
Einen weiterer sehr großer Schritt nach  vorn gab es im letzten Jahr. Wie aus dem nichts, lernte ich eine sehr nette Familie kennen deren Sohn sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon einige Jahre stärkefrei ernährte, mit Erfolg.
Nahezu alle Rezepte die Sie heute auf der Seite finden stammen von dieser Familie. Meine Lebensqualität hat sich dadurch enorm gesteigert und ich bin zutiefst dankbar für die Hilfsbereitschaft, die mir und allen anderen Betroffenen hier entgegen gebracht wird!
Danke.